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Hier findest du Tipps zur erfolgreichen Nachtjagd


10 Utensilien für die Nachtjagd:

Optik:

  1. Nachtsichtgerät oder Wärmebildkamera: ermöglicht die Sicht auf Wild bei Tag und bei Nacht
  2. Zielfernrohr mit beleuchtetem Absehen: erleichtert die präzise Schussabgabe.
  3. Rotlichtlampe: für die Nahbereichsbeleuchtung, z.B. zum Nachladen oder Fährtenlesen.

Bekleidung:

  1. Warme und leise Kleidung: Tarnkleidung, die auch bei kalten Temperaturen warm hält und keine Geräusche verursacht.
  2. Mütze und Handschuhe: schützen vor Kälte und Wind.
  3. Wasserdichte Schuhe: für sicheren Halt und Schutz vor Nässe.

Zubehör:

  1. Schießstock: für eine ruhige Schussabgabe.
  2. Fernglas: zur Beobachtung des Wildes aus der Entfernung.
  3. Entfernungsmesser: zur genauen Bestimmung der Entfernung zum Ziel.
  4. Ersatzbatterien: für alle Geräte, die mit Batterien betrieben werden.

Zusätzliche Hinweise:

  • Jagdgesetz beachten: Die Nachtjagd ist in Deutschland nicht überall erlaubt. Informieren Sie sich über die genauen Regelungen in Ihrem Bundesland.
  • Sicherheit: Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit und die der anderen Jäger. Tragen Sie immer eine Warnweste und halte Dich sich an die Regeln der Jagd.
  • Ausbildung: Nehmen Sie an einem Kurs für die Nachtjagd teil, um sich mit den speziellen Anforderungen vertraut zu machen.

Weitere nützliche Utensilien:

Tipp: Stelle sicher, dass alle Utensilien in gutem Zustand und funktionsfähig sind, bevor Sie zur Nachtjagd aufbrechen.

Auswahl eines Wärmebildgeräts für die Pirsch:

Technische Aspekte:

  • Bildqualität:
    • Auflösung: Hochauflösende Sensoren (z.B. 640x512 Pixel) liefern detailliertere Bilder.
    • Sensorempfindlichkeit: Empfindliche Sensoren (z.B. <25mk) ermöglichen eine bessere Erfassung von Wärmeenergie und somit ein klareres Bild bei Dunkelheit.
    • Bildwiederholrate: Höhere Bildwiederholraten (z.B. 50 Hz) sorgen für flüssigere und ruckelfreie Bilder.
  • Leistung:
    • Vergrößerung: Variable Vergrößerung (z.B. 2,5-20x) ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Entfernungen.
    • Objektiv: Objektive mit großer Brennweite (z.B. 50 mm) bieten höhere Vergrößerungen.
    • Austrittspupille: Größere Austrittspupillen (z.B. 5 mm) sorgen für ein helleres Bild.
  • Handhabung:
    • Größe und Gewicht: Kompakte und leichte Geräte (z.B. < 800g) erleichtern die Mitführung.
    • Bedienelemente: Intuitive und leichtgängige Bedienelemente ermöglichen eine komfortable Nutzung auch mit Handschuhen.
    • Gehäuse: Robustes und widerstandsfähiges Gehäuse (z.B. IP67) schützt vor Witterungseinflüssen.
    • Entfernungsmesser : ein Laserentfernungsmesser ist bei der Nachtpirsch sehr zu empfehlen, da es häufig sehr schwierig ist die Entfernung zum Wild einzuschätzen

Budget:

Wärmebildgeräte variieren stark im Preis (z.B. €2.000 - €5.000). Setzen Sie ein Budget, bevor Sie mit der Suche beginnen.

Empfehlungen:

  • Pulsar Telos XP50LRF : Hochauflösendes WBK mit 640x512 Pixeln, 50 Hz Bildwiederholrate, 2,5-20x Vergrößerung mit Entfernungsmesser.
  • Hikmicro Condor CQ35L : 640x480 Pixel Sensor, 50 Hz Bildwiederholrate, 1-8x Vergrößerung mit Enrfernungsmesser.
  • Infiray FH35R :640x480 Pixel Sensor, 50 Hz Bildwiederholrate, 1-8x Vergrößerung mit Enrfernungsmesser

Hinweis:

Die Wahl der optimalen Wärmebildkamera hängt von individuellen Anforderungen und Budget ab. Vor dem Kauf sollten verschiedene Modelle getestet und verglichen werden.

Zusätzliche Informationen:

  • Fachhändler: Lass Dich von einem Fachhändler beraten und verschiedene Wärmebildkameras vorführen.
  • Online-Ressourcen: Nutze Online-Ressourcen wie Vergleichsseiten und Testberichte, um Informationen zu sammeln.
  • Jagdgesetz: Informiere Dich über die jagdrechtlichen Regelungen zur Nutzung von Wärmebildgeräten in deinem Bundesland. Hier findest du die aktuellen Regelungen.


Präzise Vorbereitung für die Nachtpirsch:

Planungsphase:

  • Reviererkundung: Erfasse detaillierte Informationen über dein Revier, einschließlich der spezifischen Habitatpräferenzen der gewünschten Wildart, potenzieller Einstände und Wechsel, natürlich sollte man auch wissen wo momentan die besten Äßungsflächen sind.
  • Wetteranalyse: Berücksichtige akribisch die prognostizierten Witterungsbedingungen, insbesondere Windrichtung und Thermik, Luftfeuchtigkeit und Mondphase, um optimale Pirschbedingungen zu gewährleisten.
  • Jagdzeit: Informiere dich genau über die zulässigen Jagdzeiten für die jeweilige Wildart unter Berücksichtigung von Schonzeiten und regionalen Besonderheiten.

Ausrüstungsoptimierung:

  • Optische Systeme: Wähle ein Wärmebildgerät oder Nachtsichtgerät, das deinen individuellen Anforderungen und Ihrem Budget entspricht, wobei Du Faktoren wie Bildqualität, Vergrößerung und Wärmeempfindlichkeit berücksichtigen solltest.
  • Zielfernrohranpassung: Montiere ein Zielfernrohr mit beleuchtetem Absehen, um eine präzise Schussabgabe bei Nacht zu ermöglichen und die Zielerfassung zu verbessern.
  • Vorsatzgerät : Wähle das passende Wärmebild- oder Nachtsichtvorsatzgerät, das für deine Anforderungen und Budget und Anwendungsgebiet passt.
  • Lichtmanagement: Führe eine Rotlichtlampe mit, um im Nahbereich geräuscharm zu navigieren, z.B. beim Nachladen oder Fährtenlesen, ohne die Nachtsicht zu beeinträchtigen.
  • Bekleidungsauswahl: Trage funktionale Tarnkleidung, die sowohl bei kalten Temperaturen thermischen Schutz bietet als auch geräuschlos ist, um die Pirsch nicht zu behindern.
  • Zusatzausrüstung: Führe ergänzende Ausrüstung wie Mütze, Handschuhe, wasserdichte Schuhe, einen Schießstock, ein Fernglas und einen Entfernungsmesser mit, um die Effektivität und Sicherheit der Pirsch zu erhöhen.
  • Batterievorrat: Stelle sicher, dass Du ausreichend Ersatzbatterien für alle batteriebetriebenen Geräte mitführen, um eine unterbrechungsfreie Nachtpirsch zu gewährleisten.

Training und Vorbereitung:

  • Schießtraining: Übe die Schussabgabe mit Nachtsichttechnik unter realistischen Bedingungen, um die Präzision und Effizienz zu verbessern.
  • Pirschtechnikschulung: Trainiere die pirschgerechte Bewegung im Dunkeln, um geräuschlos und unentdeckt zu bleiben.
  • Gerätetraining: Mache dich mit den Funktionen und Einstellungen Deines Wärmebildgeräts oder Nachtsichtgeräts vertraut, um es im Einsatz optimal nutzen zu können.

Sicherheitspriorisierung:

  • Warnkleidung: Trage immer eine Warnweste, um Ihre Sichtbarkeit für andere Jäger und Personen im Revier zu erhöhen.
  • Kommunikation: Informiere deine Mitjäger im Revier über Ihre Anwesenheit und geplante Pirschroute, um Missverständnisse und Unfälle zu vermeiden.
  • Regelkonformität: Befolge strikt alle Regeln und Sicherheitsvorschriften der Jagd, einschließlich der waffentechnischen Handhabung und des verantwortungsvollen Umgangs mit Wildtieren.
  • Risikobewusstsein: Sei dir der spezifischen Gefahren der Dunkelheit bewusst und passen deine  Pirschstrategie und Ihr Verhalten entsprechend an, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zusätzliche Hinweise:

  • Geruchsneutralität: Verwende geruchsneutrale Duftstoffe, um Ihre menschliche Duftsignatur zu minimieren und die Fluchtwahrscheinlichkeit des Wildes zu verringern.
  • Zeitmanagement: Plane ausreichend Zeit für die Pirsch ein, um ungeduldiges Verhalten und Hektik zu vermeiden, die den Erfolg beeinträchtigen können.
  • Geduld und Beobachtung: Beobachte die Umgebung genau und üben Sie sich in Geduld, um optimale Pirschbedingungen zu nutzen und das gewünschte Wild zu erlegen.
  • Flexibilität: Sei bereit, Deine Pirschstrategie anzupassen, wenn die tatsächlichen Bedingungen von der Planung abweichen, um auf unvorhergesehene Ereignisse adäquat zu reagieren.

Mit dieser professionellen Vorbereitung und einem fokussierten Vorgehen erhöhen Sie signifikant Ihre Chancen auf eine erfolgreiche und gleichzeitig sichere Nachtpirsch.

Optimierte Zielstock-Auswahl für die Nachtjagd:

Erhöhte Präzision bei der Nachtjagd:

Zielstöcke spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Zielgenauigkeit während der Pirsch. Sie reduzieren effektiv Verwacklungen der Waffe, insbesondere unter widrigen Lichtverhältnissen.

Geeignete Zielstock-Varianten:

  • Zweibein-Zielstöcke: Bevorzugte Wahl aufgrund ihrer ausgewogenen Balance, Stabilität und einfacher Höhenverstellbarkeit.
  • Dreibein-Zielstöcke: Übertreffen Zweibeiner in puncto Stabilität, können jedoch sperriger sein und die Einsatzbereitschaft verzögern.
  • Einbein-Zielstöcke: Kompakteste Variante, ideal für die mobile Pirschjagd, allerdings mit geringerer Stabilisierung im Vergleich zu Zwei- oder Dreibein-Modellen.

Auswahlkriterien für den optimalen Nachtjagd-Zielstock:

  • Jagdstrategie: Bei Ansitzjagd prädestinieren sich Zwei- oder Dreibein-Zielstöcke. Für die pirschintensive Jagd empfiehlt sich eher ein Einbein-Modell.
  • Gewicht: Ein geringes Gewicht ist besonders bei längeren Wegstrecken vorteilhaft.
  • Höhenverstellbarkeit: Ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Jagdsituationen.
  • Material: Verschiedene Optionen wie Aluminium (leicht & günstig), Carbon (leicht & stabil) und Stahl (sehr stabil, schwer) stehen zur Verfügung.

Professionelle Anwendungsempfehlungen:

  • Stabile Auflagefläche: Gewährleiste einen ebenen Untergrund für den Zielstock.
  • Riemen oder Schießriemen: Befestige die Waffe sicher am Zielstock.
  • Umfassendes Training: Üben Sie den Einsatz des Zielstocks vor der Jagd, um im Jagdfall routiniert agieren zu können.

Zusätzliche Anmerkungen:

  • Nachtsichttauglichkeit: Wählen Sie bei Bedarf einen Zielstock, der kein Licht reflektiert z.B. Mondlicht  (z.B. matte Oberflächen).
  • Qualität zahlt sich aus: Investieren Sie in einen robusten und präzise gearbeiteten Zielstock für zuverlässige Funktion und Langlebigkeit. 

Mit dieser professionellen Herangehensweise treffe eine fundierte Wahl für Deinen Nachtjagd-Zielstock und optimieren dadurch Ihre jagdliche Effizienz.


Was ist ein Sauenhammer Gewehrriemen?


Der Sauenhammer Gewehrriemen ist ein spezieller Gewehrriemen, der für die Jagd entwickelt wurde. Er soll den Jägern dabei helfen, die Kontrolle über Deine Waffe beim Schießen zu verbessern, insbesondere bei der Drückjagd und der Pirschjagd auf Wildschweine ("Sauen").

Hier sind einige der wichtigsten Merkmale des Sauenhammer Gewehrriemens:

  • Kurze Länge: Im Gegensatz zu herkömmlichen Gewehrriemen, die diagonal über die Schulter getragen werden, wird der Sauenhammer Gewehrriemen vorne an der Waffe befestigt und mit der vorderen Hand umfasst.
  • Grifföffnung: Der Riemen verfügt über eine Öffnung, durch die Du mit der führenden Hand die Waffe fest in die Schulter ziehen kannst. Dies sorgt für einen stabileren Anschlag und eine bessere Kontrolle beim Schuss.
  • Material: Der Riemen besteht aus einem speziellem nicht dehnbaren Neopren, um die Waffe fest in die Schulter zu ziehen.
  • Längenverstellung: Der Riemen kann individuell an die Armlänge und Körpergröße des Jägers angepasst werden.
  • Integrierte Kugelhalterung: Einige Modelle verfügen über eine integrierte Kugelhalterung für zwei zusätzliche Patronen.

Vorteile:

  • Verbesserte Kontrolle beim Schießen: Durch den festeren Anschlag soll der Sauenhammer Gewehrriemen zu einer ruhigeren Zielführung und damit zu einer höheren Schussgenauigkeit beitragen.
  • Schnellerer Anschlag: Die Möglichkeit, die Waffe mit der vorderen Hand fest in die Schulter zu ziehen, soll einen schnelleren Anschlag ermöglichen.
  • Entlastung der Arme: Durch die Reduzierung des Gewichts der Waffe auf der Schulter soll der Sauenhammer Gewehrrimen die Arme des Jägers entlasten.

Nachteile:

  • Gewöhnungsbedürftig: Die Handhabung des Sauenhammer Gewehrriemens erfordert etwas Übung.

Hersteller:

Der Sauenhammer Gewehrriemen wird von der Firma Sauenhammer hergestellt. Sie können den Riemen auf der Website des Herstellers https://www.sauenhammer.de/shop/gewehrriemen/54/sh-gewehrriemen oder bei verschiedenen Jagdwaffenhändlern erwerben.


Berücksichtigung der Windverhältnisse bei der Pirschjagd:

Einfluss des Windes auf die Jagderfolgswahrscheinlichkeit:

Die olfaktorische Wahrnehmung spielt bei der Pirschjagd eine zentrale Rolle. Wildtiere besitzen eine ausgeprägte Geruchswahrnehmung und können den Menschen bereits aus beträchtlicher Distanz olfaktorisch detektieren. Der Wind fungiert als Vektor und transportiert den menschlichen Duft in Richtung des Wildes, was die Annäherung erschwert und den Jagderfolg kompromittieren kann.

Strategische Nutzung des Windes:

Um die olfaktorische Tarnung zu optimieren, ist es unerlässlich, stets gegen den Wind zu pirschen. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, den menschlichen Geruch vom Wild wegzutragen und ermöglicht eine unbemerkte Annäherung.

Windrichtung und -stärke als relevante Faktoren:

Die vorherrschende Windrichtung und -stärke sind von maßgeblicher Bedeutung. Bei starkem Wind wird die geräuschlose Fortbewegung erschwert und die Duftverbreitung intensiviert, was die Pirschjagd deutlich anspruchsvoller gestaltet.

Berücksichtigung der Thermik:

Die thermischen Bedingungen, insbesondere an Hängen und in Senken, können zu lokalen Abweichungen der Windrichtung führen. Warme Luft steigt auf, während kalte Luft absinkt. Diese thermischen Effekte sollten bei der Pirschjagd berücksichtigt und in die Routenplanung integriert werden.

Verhaltensbeobachtung des Wildes:

Die Beobachtung des Wildverhaltens kann wertvolle Hinweise liefern. Unruhe, Kopfschwenken in Windrichtung oder Fluchtverhalten deuten darauf hin, dass das Wild den menschlichen Geruch wahrgenommen hat.

Einsatz von Duftstoffen:

Die Verwendung von Duftstoffen, die den menschlichen Geruch überdecken oder maskieren, kann die Pirschjagd effektiver gestalten.

Zusätzliche Hinweise:

  • Optimale Jagdzeitpunkte: Die Pirschjagd in der Morgendämmerung oder Abenddämmerung ist empfehlenswert, da in dieser Zeitspanne die Windgeschwindigkeit häufig geringer ist und thermische Effekte weniger ausgeprägt sind.
  • Geräuschlose Bekleidung: Die Wahl geräuschloser Kleidung, die kein Knistern oder Rascheln verursacht, ist essentiell für eine erfolgreiche Pirsch.
  • Bedachtsame Fortbewegung: Langsame und behutsame Bewegungen minimieren das Risiko, das Wild zu alarmieren.
  • Geduld als Erfolgsfaktor: Die Pirschjagd erfordert Geduld und Ausdauer. Erfolg stellt sich nicht spontan ein, sondern erfordert eine kontinuierliche Übung und Verfeinerung der jagdlichen Fähigkeiten.

Mittels professioneller Berücksichtigung der Windverhältnisse und der Implementierung der dargelegten Strategien lässt sich die Erfolgsquote bei der Pirschjagd signifikant steigern.


Kugelfang bei der Pirschjagd: Sicherheit und Verantwortung

Sichere Schussabgabe und Vermeidung von Unfällen:

Die Pirschjagd erfordert stets ein hohes Maß an Verantwortung und Sicherheitsbewusstsein. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Berücksichtigung eines geeigneten Kugelfangs, um eine sichere Schussabgabe zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden. 

Grundsätzliche Anforderungen an einen Kugelfang: Sicherheit vor Jagderfolg

  • Ausreichende Dimensionierung: Der Kugelfang muss ausreichend groß sein, um die gesamte Geschossenergie aufzunehmen und ein Abprallen oder Durchschlagen zu verhindern. Die Größe hängt vom Kaliber der verwendeten Waffe und der Geschossart ab.
  • Geeignetes Material: Nur gewachsener Boden zählt als Kugelfang, besondere Vorsicht ist bei steinigen Bodenverhältnissen und im Winter bei Vereister Fläche einzuhalten. 
  • Sichere Umgebung: Der Kugelfang sollte so positioniert sein, dass keine Personen im Schussfeld gefährdet werden können.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen:

  • Identifizierung des Ziels und der Umgebung: Stellen Sie vor der Schussabgabe sicher, dass Sie Ihr Ziel klar erkennen und die Umgebung frei von Personen ist.
  • Sichere Schussrichtung: Wählen Sie eine Schussrichtung, die einen sicheren Kugelfang hinter dem Ziel garantiert.
  • Vermeidung von Schüssen auf unbekannte oder unsichere Ziele: Schießen Sie niemals auf ein Ziel, das Sie nicht eindeutig identifizieren können oder dessen Umgebung nicht sicher ist.

Empfehlungen für die Praxis:

  • Informieren Sie sich vor der Pirschjagd über die Gegebenheiten des Reviers und die vorhandenen Kugelfänge.
  • Nutzen Sie im Zweifelsfall natürliche Kugelfänge wie Erdwälle 
  • Tragen Sie immer eine Warnweste, um für andere Jäger und Personen im Revier sichtbar zu sein.
  • Befolgen Sie strikt alle Regeln und Sicherheitsvorschriften der Jagd.

Mit der Beachtung dieser grundsätzlichen Aspekte und der Umsetzung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen tragen Sie zur Vermeidung von Unfällen und gewährleisten eine verantwortungsvolle Jagdausübung bei der Pirschjagd bei.


Wildbrethygiene bei der Pirschjagd: 

 Sorge für nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Wildbret

Die Pirschjagd stellt hohe Anforderungen an die jagdlichen Fähigkeiten und das Verantwortungsbewusstsein des Jägers. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die Wildbrethygiene, die maßgeblich zur Qualität und gesundheitlichen Unbedenklichkeit des erlegten Wildes beiträgt.

Ziele der Wildbrethygiene:

  • Erhaltung der Fleischqualität: Durch hygienisches Arbeiten wird die Vermehrung von Bakterien und die damit verbundene Qualitätseinbuße des Wildbrets verhindert.
  • Minimierung des hygienischen Risikos: Richtige Handhabung und Kühlung des Wildbrets tragen zur Vermeidung von gesundheitsschädlichen Keimen und Krankheiten bei.
  • Wahrung des waidgerechten Umgangs: Die ordnungsgemäße Behandlung des erlegten Wildes ist Ausdruck von Respekt und Wertschätzung gegenüber dem Tier.

Maßnahmen zur Wildbrethygiene bei der Pirschjagd:

1. Aufbrechen und Versorgung des Wildes:

Am besten ist es, man nimmt das erlegte Wild mit in das Schlachthaus bei ausreichend Licht und Wasser, und bricht das Stück im Hängen auf. Falls das nicht möglich ist sollte man folgendes beachten:

  • Tragen von Handschuhen: Schützen Sie sich und das Wildbret vor Verunreinigungen.
  • Sorgfältiges Aufbrechen: Entfernen Sie die inneren Organe zügig und hygienisch, ohne dabei das Zwerchfell zu verletzen.
  • Wildkörper abkühlen lassen: Kühlen Sie den ausgeweideten Wildkörper so schnell wie möglich,

2. Transport des Wildbrets:

  • Geeignete Transportmittel verwenden: Transportieren Sie das Wildbret in einem kühlen und hygienisch einwandfreien Behälter, der vor Witterungseinflüssen und Verunreinigungen schützt.
  • Aufrechte Lagerung: Lagern Sie den Wildkörper während des Transports möglichst aufrecht, um den Blutfluss zu fördern und die Fleischqualität zu erhalten.

3. Zerwirken und Weiterverarbeitung:

  • Saubere Arbeitsumgebung: Achten Sie auf einen sauberen Arbeitsplatz und verwenden Sie geeignetes Werkzeug.
  • Hygienische Arbeitsweise: Arbeiten Sie mit hygienischen Handschuhen und tragen Sie gegebenenfalls Schutzkleidung.
  • Schnelle Kühlung: Kühlen Sie das zerlegte Wildbret umgehend und lagern Sie es bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, bei vielen Wildarten sind 2-4° C ausreichend.

Zusätzliche Hinweise:

  • Weiterführende Informationen: Informieren Sie sich bei Jägerverbänden, Jagdschulen oder veterinären Stellen über aktuelle Empfehlungen und gesetzliche Vorschriften zur Wildbrethygiene.
  • Ausbildung und Übung: Nehmen Sie an Lehrgängen oder Seminaren zur Wildbrethygiene teil, um Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen.
  • Respektvoller Umgang: Behandeln Sie das erlegte Wild stets mit Respekt und beachten Sie die Grundsätze der waidgerechten Jagd.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Qualität und Sicherheit des Wildbrets und tragen zu einer nachhaltigen Jagdpraxis bei.


Welches Wetter ist bei der Pirschjagd am besten?


Das ideale Wetter für die Pirschjagd hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

Wildart:

  • Rehwild: Rehe sind "Sonnenkinder" der Regel bei Temperaturen ab 15 -25 Grad Celsius am aktivsten. Bei kälterem Wetter ziehen sie sich in wärmere Gebiete zurück, während sie bei heißem Wetter träger werden.
  • Rotwild: Hirsche sind bei Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius am aktivsten. 
  • Schwarzwild: Schwarzwild ist bei fast allen Temperaturen aktiv, jedoch ist die Pirschjagd bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad Celsius am effektivsten.

Wind:

  • Starker Wind kann die Pirschjagd erschweren, da er das Wild leicht aufscheuchen kann. Idealerweise ist es windstill oder es weht nur ein leichter Wind.

Regen:

  • Regen kann die Pirschjagd ebenfalls erschweren, da er die Sicht behindern und das Wild aufscheuchen kann. Leichter Regen ist jedoch in der Regel kein Problem.  

Schnee:

  • Schnee kann die Pirschjagd erschweren, gerade verharschter Schnee macht beim Pirschgang laute Geräusche und verjagd das Wild. Tiefer Schnee kann die Jagd sogar unmöglich machen.

Lichtverhältnisse:

  • Die Pirschjagd ist am frühen Morgen und am späten Abend am effektivsten, da das Wild in dieser Zeit am aktivsten ist.

Jahreszeit:

  • Die Pirschjagd ist in der Regel von Frühling bis Herbst möglich. Die beste Jahreszeit hängt jedoch von der jeweiligen Wildart ab.

Weitere Faktoren:

  • Luftdruck: Ein hoher Luftdruck kann das Wild aktiv machen, während ein niedriger Luftdruck es eher träge macht.
  • Mondphase: Die Mondphase kann die Aktivität des Wildes beeinflussen. In der Regel ist die Pirschjagd bei Vollmond am effektivsten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das ideale Wetter für die Pirschjagd trocken, windstill und mit Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius ist. Die beste Jahreszeit hängt von der jeweiligen Wildart ab.

Es ist jedoch wichtig, die Wetterbedingungen vor der Pirschjagd genau zu prüfen und sich an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.


Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen bei der Planung Ihrer nächsten Pirschjagd.


Ist ein Entfernungsmesser bei der Pirsch sinnvoll?


Ob ein Entfernungsmesser in der Wärmebildkamera bei der Pirsch sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab:

Vorteile:

  • Genauere Entfernungsbestimmung: In der Dunkelheit oder bei schlechten Sichtverhältnissen kann es schwierig sein, die Entfernung zum Wild genau einzuschätzen. Ein Entfernungsmesser liefert präzise Informationen, die für eine sichere und waidgerechte Jagd unerlässlich sind.
  • Verbesserte Schussgenauigkeit: Die Kenntnis der genauen Entfernung ermöglicht eine präzisere Schussabgabe, was wiederum die Wahrscheinlichkeit eines waidgerechten Treffers erhöht.
  • Erhöhte Sicherheit: Durch die Vermeidung von Fehleinschätzungen der Entfernung kann der Jäger Unfälle und Verletzungen vermeiden.
  • Zusätzliche Funktionen: Viele Entfernungsmesser bieten zusätzliche Funktionen wie z.B. die Messung der Winkelhöhe oder -neigung, was bei der Jagd in bergigen oder hügeligen Regionen hilfreich sein kann.

Nachteile:

  • Höhere Kosten: Wärmebildkameras mit Entfernungsmesser sind in der Regel teurer als Modelle ohne diese Funktion.
  • Komplexität: Die Bedienung von Entfernungsmessern kann etwas komplizierter sein, insbesondere für unerfahrene Jäger.
  • Erhöhtes Gewicht und Größe: Entfernungsmesser können die Wärmebildkamera etwas schwerer und größer machen, was die Handhabung erschweren kann.

Fazit:

Ob ein Entfernungsmesser in der Wärmebildkamera bei der Pirsch sinnvoll ist, muss jeder Jäger für sich selbst entscheiden. Die Vorteile in Bezug auf Genauigkeit, Sicherheit und Effizienz sind jedoch beträchtlich, so dass die Investition in eine Wärmebildkamera mit Entfernungsmesser für viele Jäger eine gute Option sein kann.

Zusätzliche Punkte:

  • Jagdliches Revier: In Revieren mit viel Bewuchs oder in bergigen Regionen ist ein Entfernungsmesser besonders nützlich, da die Entfernung zum Wild oft schwer einzuschätzen ist.
  • Persönliche Präferenzen: Einige Jäger bevorzugen die zusätzliche Sicherheit und Genauigkeit, die ein Entfernungsmesser bietet, während andere die Einfachheit einer Wärmebildkamera ohne Entfernungsmesser bevorzugen.
  • Technische Ausstattung: Es gibt verschiedene Arten von Entfernungsmessern, die in Wärmebildkameras integriert werden können. Bei der Auswahl sollte auf die Reichweite, die Genauigkeit und die Bedienbarkeit des Entfernungsmessers geachtet werden.

Weitere Informationen:

Bitte beachten Sie: Die Verwendung von Wärmebildkameras bei der Jagd ist in Deutschland und vielen anderen Ländern reguliert. Informieren Sie sich vor dem Kauf und der Verwendung einer Wärmebildkamera über die geltenden Gesetze und Vorschriften.

Wie nah kann ich mich an Wildschweine anpirschen?

Annäherungsdistanz an Wildschweine

Die Annäherungsdistanz an Wildschweine (Sus scrofa) ist ein komplexes Thema, das von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Die Berücksichtigung dieser Faktoren ist unerlässlich, um eine sichere und waidgerechte Interaktion mit diesen Wildtieren zu gewährleisten.

1. Relevante Faktoren:

1.1 Jagdart:

  • Pirsch: Die Pirsch erfordert eine geschickte Annäherung unter Berücksichtigung der Windrichtung, Deckungsmöglichkeiten und Geräuschminimierung. Die optimale Distanz variiert je nach Situation und Wildverhalten, liegt aber typischerweise zwischen 30 und 50 Metern für einen waidgerechten Schuss.
  • Ansitz: Beim Ansitz ist die Distanz durch die Position des Ansitzes vorgegeben. Die Auswahl des Standortes sollte die Fluchtrichtung der Tiere und die Schussdistanz berücksichtigen.

1.2 Umgebung:

  • Offene Landschaft: In offener Landschaft sind Wildschweine scheuer und wittern den Jäger schneller. Daher ist eine größere Annäherungsdistanz erforderlich, um die Tiere nicht zu beunruhigen.
  • Dichter Wald: Im dichten Wald können Wildschweine aufgrund der eingeschränkten Sicht und des Lärmschutzes näher herankommen. Die Distanz kann hier bis auf 20 Meter oder weniger reduziert werden.

1.3 Verhalten der Tiere:

  • Brechende Schweine: Brechende Wildschweine sind oft weniger aufmerksam und können daher unter günstigen Bedingungen näher angegangen werden.
  • Aufgescheuchte Schweine: Aufgescheuchte oder flüchtende Wildschweine sollten niemals beschossen werden, in der Nacht ist es noch schwieriger wie am Tag auf flüchtendes Wild zu schießen, die Gefahr das Wild Krank zu schießen ist dann sehr hoch.

1.4 Erfahrung des Jägers:

  • Anfänger: Unerfahrene Jäger sollten aus Sicherheitsgründen eine größere Distanz zu Wildschweinen einhalten.
  • Erfahrene Jäger: Erfahrene Jäger können aufgrund ihrer Expertise und Kenntnis des Wildverhaltens die Distanz unter Umständen verringern.

2. Weitere wichtige Punkte:

  • Windrichtung: Die Windrichtung spielt eine wichtige Rolle, da Wildschweine eine ausgezeichnete Nase besitzen und den Menschen aus großer Entfernung riechen können. Die Annäherung sollte daher gegen den Wind erfolgen.
  • Deckung: Die Nutzung von Deckung wie Bäumen, Sträuchern oder Gräben ermöglicht eine geschickte Annäherung an die Tiere.
  • Geräusche: Jegliche Geräusche, die die Tiere aufschrecken könnten, sollten vermieden werden. Dazu gehört lautes Sprechen, Rascheln und unvorsichtige Bewegungen.
  • Sichtverhältnisse: Bei schlechten Sichtverhältnissen ist die Distanzschätzung schwieriger. Daher ist es ratsam, eine größere Distanz zu halten, um die Sicherheit zu gewährleisten.

3. Zusammenfassung:

Die Annäherungsdistanz an Wildschweine ist situationsabhängig und erfordert eine flexible Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten. Die oberste Priorität sollte stets die Sicherheit aller Beteiligten sein. Jäger sollten ihre Erfahrung, das Verhalten der Tiere und die Umgebungsbedingungen berücksichtigen, um eine waidgerechte und verantwortungsvolle Interaktion mit Wildschweinen zu gewährleisten.

4. Ergänzende Informationen:

Haben Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras einfluß auf meinen Wildbestand?

Einfluss von Nachtsicht- und Wärmebildtechnik auf meine Wildbestände

Die Nutzung von Nachtsicht- und Wärmebildtechnik in der Jagdpraxis birgt sowohl positive als auch negative Potenziale für meine Wildbestände. Die folgenden Ausführungen beleuchten diese Aspekte unter Berücksichtigung relevanter Fachtermini und eines formalen Stils.

Positive Aspekte:

  • Präzisere Jagdausübung: Nachtsichtgeräte ermöglicht eine gesteigerte Präzision bei der Zielerfassung und Schussabgabe, insbesondere bei widrigen Lichtverhältnissen. Dies kann zu einer Reduzierung von Fehlschüssen und krank geschossenem Wild beitragen, was dem Tierschutz zugutekommt.
  • Effektivere Bejagung problematischer Wildarten: Nachtsichtgeräte  kann bei der Bejagung von Wildarten mit nachtaktiver Lebensweise, wie Schwarzwild  eingesetzt werden. Dies kann zur Reduzierung von Wildschäden und zur Regulierung der Populationen beitragen, sofern ein nachhaltiges Wildtiermanagementkonzept zugrunde liegt.
  • Verbesserte Nachsuche: Wärmebildkameras erleichtert die Suche nach verendetem und angeschweissten Wild, da die Tiere auch im Dunkeln oder in dichter Vegetation leichter lokalisiert werden können. Dies trägt zur Minimierung von Tierleid bei.

Negative Aspekte:

  • Erhöhter Jagddruck: Die Nutzung von Nachtsicht- und Wärmebildtechnik  kann zu einem intensiveren Jagddruck auf Wildbestände führen, da die Jagd nun zeitlich unabhängig von Tag- oder Nachtzeit möglich ist. Dies kann unter Umständen zu einer Überjagung und einem Rückgang der Populationen führen, insbesondere bei fehlender jagdlicher Begrenzung und Kontrolle.
  • Störung des Wildverhaltens: Nachtsichttechnik kann das natürliche Verhalten von Wildtieren beeinflussen. Dauerhafte Beleuchtung durch künstliches Licht kann zu Stress führen und die Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung und andere Aktivitäten der Tiere beeinträchtigen. Dies kann negative Auswirkungen auf die Ökologie und die Gesundheit der Populationen haben.
  • Ethische Bedenken: Der Einsatz von Wärmebildtechnik wirft ethische Fragen auf, da er die Jagd zu einem technologischen Wettstreit zwischen Jäger und Wildtier transformiert. Die waidgerechte Jagd und der respektvolle Umgang mit Wildtieren sollten stets im Vordergrund stehen.

Fazit:

Die Nutzung von Nachtsicht und Wärmebildtechnik  in der Jagd ist ein komplexes Thema mit sowohl positiven als auch negativen Auswirkungen auf Wildbestände. Die Entscheidung für oder gegen den Einsatz dieser Technologie sollte daher auf einer sorgfältigen Abwägung der relevanten Aspekte basieren, unter Berücksichtigung von Tierschutz, Nachhaltigkeit und ethischen Prinzipien. Was natürlich immer im Vordergrund steht, ist auch die Waidgerechte Bejagung. Ein Schuss auf ein " Schwarzen Klumpen" ist in meinen Augen nicht Waidgerecht. Mit bedacht und mit Technik jagen, das ist meine Devise.

Zusätzliche Informationen: